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Vorläufige Haushaltsführung in Erfurt: Ratsfraktion „DIE LINKE“ konnte Einschnitte abmildern
In seiner Sitzung am 16.12.2009 hat der Erfurter Stadtrat die sogenannten „unaufschiebbaren Ausgaben“ im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung für 2010 beschlossen. Als „Teilerfolg“ wertet der Vorsitzende der Ratsfraktion „DIE LINKE“, André Blechschmidt, in diesem Zusammenhang das Agieren seiner Fraktion. Gemeinsam mit dem Erfurter Stadtvorsitzenden der Partei, Steffen Kachel, stellt er fest: „Die vorläufige Haushaltsführung hat unsere Fraktion grundsätzlich akzeptiert. Gleichzeitig haben wir aber auch versucht, im Sinne der sozialen und kulturellen Belange der Stadt gestaltend einzuwirken.“ Dies sei in einzelnen Bereichen auch gelungen, so Blechschmidt weiter. „Teilerfolge konnten wir im Sport und teilweise auch im Bereich der Jugendhilfe erringen“, zeigt sich der Fraktionsvorsitzende erfreut. In anderen wichtigen Fragen, wie beim Jugendförderplan, bei den Frauenzentren oder beim Kinoclub beispielsweise, sei es jedoch nicht gelungen, drohende Einschnitte durch Aufstockungsbeschlüsse abzumildern. Deshalb habe sich die Fraktion bei der Schlussabstimmung denn auch geschlossen der Stimme enthalten.
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Das Land und den Bund müssen zu einer Umkehr im Umgang mit den Kommunen
bewegt werden. „Keine neuen kommunalen Aufgaben ohne Finanzierung! Und
Schluss mit der Austrocknung der kommunalen Einnahmen!“, darin sind
sich Kachel und Blechschmidt einig.
Ganz in diesem Sinne habe
die Fraktion „DIE LINKE“ bereits bei der letzten Stadtratssitzung auch
Wege aufgezeigt, wie sich der ständige Abbau der kommunalen
Selbstverwaltung mit allen negativen Folgen stoppen ließe. Unerlässlich
sei es in dieser Hinsicht, dass der Oberbürgermeister auf
Ministerpräsidentin Lieberknecht einwirke, damit das Land Thüringen das
mit neuen Steuerausfällen verbundene sogenannte
„Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ im Bundesrat wie angekündigt ablehne.
„Um
kommunale Mittel für andere Aufgaben freizubekommen, brauchen wir zur
Finanzierung des Erfurter Theaters ein mit Weimar vergleichbares
Modell“, fordert Blechschmidt weiter. Hierzu sei dringlich mit der
Landesregierung zu verhandeln. Unverzichtbar sei es aber auch,
gemeinsam mit anderen Kommunen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen
die Unterfinanzierung der städtischen Haushalte zu klagen.
Der
Stadtrat habe die von der Fraktion vorgeschlagenen Schritte
mehrheitlich so angenommen und den Oberbürgermeister entsprechend
beauftragt.
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